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Same but different: Zweimal Reha in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik

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Linda K. ist eine sportliche, junge Frau. Bei einer ersten Begegnung würde man nie denken, dass sie innerhalb von 14 Monaten zwei Mal eine Reha in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik durchlaufen hat – und die beiden Aufenthalte könnten kaum unterschiedlicher sein. 2017 musste sich Linda K. nach einer akuten demyelinisierende Enzephalomyelitis (ADEM), einer entzündlichen Erkrankung im Gehirn, zurückkämpfen. Die 33-Jährige litt unter Problemen mit Gleichgewicht und Sprache, hatte wenig Gefühl im linken Handgelenk und schlurfte mit dem linken Fuß. Während einer Anschlussheilbehandlung erarbeitete sie sich die Kontrolle über ihren Körper zurück.

Halbmarathon als Reha-Ziel

Doch das reichte ihr nicht. „Ich war immer sehr sportlich“, erklärt K.. „Aber nach der Erkrankung war ich dauerhaft schlapp und kraftlos.“ So trat sie Anfang 2018 die Reha in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht mit dem Ziel an, wieder einen Halbmarathon zu laufen. Gemeinsam mit dem Therapeutenteam des Dr. Becker PhysioGyms Nümbrecht bereitete sie sich auf den großen Lauf vor. „Ich wollte den Venloop in den Niederlanden mitlaufen. Also bin ich, während andere Patienten die Walking-Runde im Schritttempo gelaufen sind, gejoggt.“ Und die Bemühungen trugen Früchte: Ende März läuft sie nach 2h 18 min über die Ziellinie.

Linda K. mit ihrer Medaille des Venloops 2018
Linda K. mit ihrer Medaille des Venloops 2018

Rückkehr der Erkrankung

Niemand rechnete damit, dass sie nur ein knappes Jahr später erneut eine Reha antreten muss. Denn in der Regel tritt ADEM nur einmalig auf, auch K. lebte beschwerdefrei. Ein abschließendes MRT im Herbst nach der Reha konnte sie aber nicht wahrnehmen, da sie schwanger war. Zwei Wochen nach der Geburt von Tochter Emelie im März 2019 kehrten die Symptome zurück – und das heftiger als vorher. „Meinen linken Arm konnte ich gar nicht mehr heben und ich habe eine Spastik in der Faust entwickelt“, erzählt sie.

Stark für Zwei

Für K. stand sofort fest, dass sie wieder nach Nümbrecht geht. „Ich hab mich hier wohl gefühlt und kenne das Team.“ Die zweite Reha verläuft ganz anders als die erste. „2018 konnte ich meine therapiefreie Zeit für Freizeitaktivitäten nutzen“, erinnert sie sich. „Das fällt durch meine Tochter jetzt total flach.“ Während sie ihren Therapien nachgeht, kümmert sich ihre Mutter um Emelie, an den Wochenenden kommt ihr Mann zur Unterstützung nach Nümbrecht. Auch für das Team ist die Behandlung einer frischgebackenen Mutter ungewohnt. „Wenn wir ins Bauchmuskeltraining einsteigen, muss ich gerade die jungen, männlichen Therapeuten etwas bremsen“, lacht sie. „So schnell nach der Entbindung ist das schwierig.“

Motivation und Zuversicht

Das neue Reha-Ziel ist jetzt kein Halbmarathon mehr – K. will ihre Tochter wieder eigenständig versorgen können. „Das klappt mit jedem Tag besser“, strahlt sie. „Und den ersten Kilometer bin ich auch schon wieder gejoggt. Alles findet sich sicherlich wieder mit der Zeit.“ Egal, was kommt, so scheint es: Ihre Motivation und Zuversicht lässt sich Linda K. nicht nehmen.

Für den ersten Kilometer zurück auf dem Laufband: Linda K. mit Sporttherapeutin Kathrin Duve in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik.
Für den ersten Kilometer zurück auf dem Laufband: Linda K. mit Sporttherapeutin Kathrin Duve in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. BITTE BEACHTEN SIE: Das Bild entstand vor der aktuellen Pandemie. Es bestand keine Maskenpflicht zum Aufnahmezeitpunkt.
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