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31.12.2020

#24fürdieReha

Der Dezember stand bei uns im Zeichen von #24fürdieReha. Ganz unterschiedliche Menschen – Patienten, Ärzte, Pflegepersonal, Angehörige – haben ihre Wünsche an die Politik für die Vorsorge und Reha formuliert. Zum Nachlesen hier, damit die Wünsche denen in Erinnerung bleiben, die sie erfüllen können.

24 Wünsche für die Reha
Unser Adventskalender 2020 drehte sich um die Wünsche, die wir für Vorsorge und Reha haben.

Lesen Sie unsere 24 Wünsche für die Reha hier nach.

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Türchen Nummer 1

Ich wünsche mir, dass die Krankenkassen bei der Prüfung von Reha-Anträgen die häusliche Situation und die Begebenheiten vor Ort mitberücksichtigen.

Meinem Vater fällt es immer schwerer, zu Hause alleine zurecht zu kommen – sowohl körperlich als auch mental. Er möchte solange es geht in seinem häuslichen Umfeld bleiben. Seine schlimmste Angst ist ein Pflegeheim in einer völlig anderen Gegend. Eine Reha würde helfen, die Selbständigkeit noch eine Weile zu verlängern, meint der Arzt. Trotzdem hat die Krankenkasse die Reha abgelehnt, da noch nicht alle ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Wie soll denn mein Vater ambulante Leistungen in Anspruch nehmen, wenn er kaum noch im Haus zurechtkommt?

Türchen Nummer 2

Bitte liebe Politiker lasst die Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Mütter/Väter und Kinder nicht im Stich!

Sie sind von den Corona-Auswirkungen wirtschaftlich besonders hart getroffen. Wegen der vielfältigen Abstands- und Hygieneregelungen ist nur eine stark reduzierte Belegung möglich Bei den ohnehin schon viel zu niedrigen Vergütungssätzen, kann das ganz schnell das Aus der Kliniken bedeuten. Und damit würden auch die Familien im Stich gelassen werden, die besonders in dieser Zeit so dringend Hilfe benötigen.

Türchen Nummer 3

Ich wünsche mir, dass ich ganz selbstverständlich meine Reha-Klinik selbst aussuchen darf – ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen!

Dann können mich meine Kinder am Wochenende besuchen, weil ich von meiner Krankenkasse nicht in eine weit entfernte Klinik geschickt wurde, nur weil die vielleicht die preiswerteste ist. Die Liebe meiner Familie ist zusätzlich zur Reha für mich die beste Medizin und hilft mir beim Gesundwerden.

Türchen Nummer 4

Ich wünsche mir, dass ich meine Rente genießen kann und nicht ins Pflegeheim muss.

Ohne eine Reha wird dieser Wunsch aber nicht wahr werden. Ich habe neben einer Hüft-Arthrose häufige Atembeschwerden, kann also nicht so gut trainieren, schon gar nicht allein. Physiotherapie reicht nicht aus, ich brauche eine Reha, die auf alle meine Erkrankungen eingestellt ist.

Türchen Nummer 5

Ich wünsche mir, dass wir eine stärkere gesellschaftliche Wertschätzung der medizinischen Vorsorge und Reha erreichen, denn das macht uns als Gemeinschaft stark.

Vorsorge und Reha leisten einen wichtigen Beitrag für das Gesundheitssystem – sie entlasten Mensch und System. Ohne diese Einrichtungen fehlt ein tragender Pfeiler der Gesundheitsversorgung für unsere Gesellschaft.

Türchen Nummer 6

Ich wünsche mir, dass die zuständigen Politiker mehr von Vorsorge und Reha und ihrer Wichtigkeit verstehen und den Kliniken ernsthaft zuhören, wo der Schuh drückt.

Entscheidungen, die Vorsorge- und Reha-Einrichtungen betreffen, müssen mit den Einrichtungen, nicht über sie getroffen werden. Ernstnehmen bedeutet Mitspracherecht.

Türchen Nummer 7

Ich wünsche mir, dass von meinem Hausarzt verordnete Reha-Leistungen nicht mehr durch den Reha-Träger abgelehnt werden dürfen.

Jeder zweite Antrag auf eine Heilbehandlung wird abgelehnt. Nur wenige legen überhaupt Widerspruch ein, denn Bürokratie und Wartezeit schrecken ab. Notwendige Therapien werden so unnötig hinausgezögert oder ganz verweigert.

Türchen Nummer 8

Ich wünsche mir, dass ich mir die Reha-Klinik aussuchen darf, die mir die besten therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten bietet.

Dafür möchte ich mich frei entscheiden können und mich nicht in eine für die Krankenkasse preiswerte Einrichtung schicken lassen müssen.

Türchen Nummer 9

Ich wünsche mir, dass die Qualität der medizinischen Reha endlich entsprechende Akzeptanz genießt und sich in der Vergütung niederschlägt. Reha-Kliniken sind keine „Billigheimer“!

Die Reha in Deutschland ist immer stärker gefordert: Sie muss ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben. Das gelingt nur, wenn die Reha nicht dem Preiskampf ausgeliefert wird – sondern sich im fairen Qualitäts-Wettbewerb behaupten kann!

Türchen Nummer 10

Ich wünsche mir weniger Hürden bei der Genehmigung von Reha-Anträgen.

Die Pflege meiner alten Mutter neben dem Berufsalltag und Muttersein hat mich völlig ausgelaugt. Ich hoffte, in einer Reha wieder fit für Alltag und Beruf zu werden. Doch mein Reha-Antrag wurde trotz medizinischer Indikation abgelehnt. Mir fehlt die körperliche und mentale Kraft für einen Widerspruch.

Türchen Nummer 11

Ich wünsche mir, dass das Wirrwarr von Zuständigkeiten der Kostenträger und der unterschiedlichen Regelungen aufhört.

Um faire und praktikable Lösungen finden zu können, brauchen wir Transparenz und Mitbestimmung! Vorsorge- und Reha-Einrichtungen müssen bei Entscheidungen und Gesetzen einbezogen werden, damit Regelungen nicht an der Realität vorbei getroffen werden.

Türchen Nummer 12

Ich wünsche mir, dass bei der Zuweisung einer Reha-Klinik transparent gemacht wird, warum ich gerade dorthin geschickt werde.

Ich möchte als mündiger Patient behandelt werden und von der Möglichkeit der freien Klinikwahl jederzeit Gebrauch machen dürfen. Viel zu oft müssen Patientinnen und Patienten Zusatzkosten selbst tragen – ohne dass der Kostenträger die Gründe für die Entscheidung für eine bestimmte Klinik offenlegen müsste.

Türchen Nummer 13

Lieber Gesetzgeber, Reha-Leistungen sind ein hochwertiges Gut für unsere immer älter werdende Gesellschaft. Ich wünsche mir, vergütet sie auch dementsprechend!

Denn: Was nix kostet, ist auch nix wert. Oder umgekehrt: angemessen bezahlen, was viel wert ist.

Türchen Nummer 14

Ich wünsche mir, dass die fachliche Einschätzung der medizinischen Experten zählt und mehr Reha-Anträge genehmigt werden.

Wenn ich in einigen Jahren gar nicht mehr laufen kann und berufsunfähig werde, wäre das schrecklich – für mich, meine Familie, und nicht zuletzt die Kassen.

Trotz Knie-OP habe ich immer noch starke Schmerzen im Gelenk. Außerdem sind meine Beweglichkeit und mein gesamter körperlicher Zustand dadurch enorm schlecht. Mein Orthopäde hat mir empfohlen, eine Reha zu machen. Doch die wurde abgelehnt mit der Begründung, die Probleme können auch mit einer Physiotherapie behoben werden oder man müsse nochmal das Knie operieren.

Türchen Nummer 15

Ich wünsche mir, dass ich nach meiner Knie-OP sofort zur Anschluss-Reha in eine Klinik meiner Wahl fahren kann.

Wenn ich zuerst Widerspruch einlegen muss, geht kostbare Zeit ins Land, die ich im Krankenbett verbringe, anstatt schnell wieder in meinen Alltag zu starten.

Türchen Nummer 16

Ich wünsche mir, dass auch junge Menschen verstehen, wie gut und wichtig Reha ist.

Vorsorge und Reha sind nicht nur „was für alte Menschen“. Jeder und jede kann gesundheitlich beeinträchtigt sein und eine Vorsorge- oder Reha-Maßnahme benötigen. Vorsorge und Reha entlasten das Gesundheitssystem.

Türchen Nummer 17

Ich wünsche mir, dass diese Schieflage der Vergütung endlich geradegerückt wird und Vergütungssätze Personalkosten angemessen berücksichtigen.

Reha-Einrichtungen erbringen hochwertige Leistungen und beschäftigen beste Fachkräfte. Doch die Bezahlung von Reha-Beschäftigten wird bei den Vergütungsvereinbarungen mit den Reha-Trägern nicht thematisiert.

Türchen Nummer 18

Ich wünsche mir, dass ich meine Reha in der Klinik antreten kann, die mir die für mich besten therapeutischen und medizinischen Rahmenbedingungen bietet.

Wenn es um unsere Gesundheit geht, sollte vor allem die Qualität zählen und nicht der Preis. Trotzdem wird viel zu Oft nach dem niedrigsten Preis entschieden, und nicht danach, was für Patientin oder Patient am besten ist.

Türchen Nummer 19

Wir wünschen uns, eine leistungsgerechte Vergütung von Vorsorge und Reha ohne Wenn und Aber!

Eine hochwertige Reha geht auf den Bedarf der Patientinnen und Patienten und auf ihre individuellen Reha-Ziele ein. Dafür braucht es moderne Ausstattung und Fachkräfte aus verschiedensten Bereichen. Das alles kriegt man nicht umsonst!

Türchen Nummer 20

Ich wünsche mir, dass die freie Wahl der Reha-Klinik für Patienten zur Selbstverständlichkeit wird – wie es auch bei der freien Arztwahl ist – und wir in Zukunft drüber gar nicht mehr debattieren müssen.

Fakt ist: Patientinnen und Patienten haben ein Wunsch- und Wahlrecht hinsichtlich der Reha-Einrichtung, in der sie behandelt werden wollen. Das Sozialgesetzbuch (§ 8 SGB IX) schreibt das vor. Bei der Zuweisung ist Rücksicht zu nehmen auf persönliche Lebenssituation, Alter, Geschlecht, Familie sowie religiöse und weltanschauliche Bedürfnisse. Zu oft allerdings werden die Versicherten in die preislich günstigste Einrichtung geschickt.

Türchen Nummer 21

Ich wünsche mir, dass Patientinnen und Patienten nicht die billigsten Reha bekommen, sondern die beste für ihre spezielle(n) Indikation(en).

Reha-Einrichtungen dürfen nicht allein nach Preis bewertet werden. Reha ist eine der wichtigsten Säulen für unser Gesundheits- und Sozialsystem. Hier ist die Qualität entscheidend!

Türchen Nummer 22

Wir wünschen uns, dass die Reha als Erfolgsmodell für die Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft aufgewertet wird. Die Reha als Kostenfaktor zu titulieren, gehört abgeschafft!

Pflegebedürftigkeit und frühzeitige Berufsunfähigkeit müssen nicht sein – es gibt ja zum Glück die medizinische Reha. Sie hält Menschen länger fit für das Arbeitsleben und lässt sie auch im hohen Alter noch selbständig in den eigenen vier Wänden leben. „Reha vor Rente“ – in den Einrichtungen wird dieses Motto gelebt. Ohne den politischen Rahmen geht es aber nicht.

Türchen Nummer 23

Ich wünsche mir, dass „Reha-Antrag abgelehnt“ aus dem Wortschatz der Krankenkassen und Rentenversicherungsträger gestrichen wird.

Noch immer wird jeder zweite Antrag auf eine Heilbehandlung abgelehnt. Das ist zu viel!

Türchen Nummer 24

Wir wünschen uns, dass diese Kampagne bald doppelt so viele Unterstützer hat, wie jetzt.

Wir setzen uns mit Herz und Hirn für die Stärkung der Reha ein und werden nicht müde, unsere Forderungen der Politik gegenüber laut zu äußern. Je mehr Menschen uns unterstützen, desto mehr Gewicht bekommt unser Wort.

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes und besinnliches und hoffentlich gesundes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

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