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Reha-Leistungen gerecht vergüten

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Für die Reha stimmen

Alles wird teurer. Nur die Reha nicht. Ein Gutachten der aktiva Beratung im Gesundheitswesen GmbH zeigt, dass die Vergütungssätze der Krankenkassen 30 Prozent zu niedrig sind. Für die Reha-Einrichtungen hat der Preisdruck fatale Auswirkungen. Schon heute müssen sie auf wichtige Anschaffungen und dringende Modernisierungen verzichten. Auch im Wettbewerb um die besten Fachkräfte können die Reha-Einrichtungen aufgrund des fehlenden Geldes kaum noch mithalten. Unter den geringen Vergütungen leiden die Einrichtungen, die Beschäftigten, das Leistungsangebot und damit auch die Patientinnen und Patienten. Es ist höchste Zeit für eine leistungsgerechte Vergütung in der Reha!

Die Krankenkassen sparen an der Reha

Die Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben sich seit 1995 mehr als verdoppelt: ein Plus von 109 Prozent. Die Ausgaben für die Reha sind dagegen nur um 16 Prozent gestiegen.

Das ist eine dramatische Schieflage. Der Bedarf an Reha-Maßnahmen hat nicht etwa abgenommen, er steigt vielmehr von Jahr zu Jahr, unter anderem, weil die Versicherten in Deutschland

  • immer älter werden,
  • öfter an schweren und chronischen Krankheiten leiden,
  • häufiger Pflege benötigen.

NUR 1 PROZENT FÜR DIE REHA

  • 1995 betrug der Anteil der Reha-Ausgaben am Gesamtbudget der GKV noch 1,9 Prozent.
  • 2017 lag er nur noch bei 1,0 Prozent.

Ältere Menschen kommen oft nicht nur mit nur einer Haupterkrankung in die Reha-Einrichtung, sondern mit mehreren weiteren Beschwerden. Sie brauchen intensive Pflege und umfassende Therapie.

  • Mehr Patientinnen und Patienten + schwerere Erkrankungen = weniger Vergütung?

Diese Rechnung kann nicht aufgehen.

Reha: immer wertvoller. Doch zunehmend abgewertet!

Reha-Patientinnen und Reha-Patienten sind überwiegend im Rentenalter, 4 von 5 gehören zur Altersgruppe 65 plus. Die medizinische Reha ist eine wichtige Antwort auf den demografischen Wandel, auf unsere alternde Gesellschaft. Sie kann oft eine Pflegebedürftigkeit vermeiden und hält Menschen länger fit für das Arbeitsleben.

Auch für Eltern sind Vorsorge- und Reha-Angebote enorm wichtig. Immer mehr Mütter und Väter leiden unter den hohen Ansprüchen von Familie und Beruf. Vorsorge- und Reha-Maßnahmen für Eltern und ihre Kinder stärken die ganze Familie. Mütter und Väter können wieder Kraft schöpfen für ihre Aufgaben. Das nützt auch unserer Wirtschaft. Den Unternehmen bleiben wertvolle Fachkräfte erhalten – und der Solidargemeinschaft viele Beitragszahlerinnen und Beitragszahler.

Die Beispiele zeigen: Die Reha ist kein „Kostenfaktor“, sondern ein wertvolles Erfolgsmodell für die Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft.

Die Lasten der immer schwereren, vielfachen Erkrankungen (Multimorbidität) – tragen zurzeit allein die Reha-Einrichtungen. Zusätzlich erhöhen die Kostenträger stetig die Qualitäts- und Leistungsanforderungen an die Einrichtungen.

Drei Kinder beobachten eine Erwachsene, die ein Experiment durchführt.
Die Qualitäts- und Leistungsanforderungen an die Einrichtungen steigen, z. B. bei den Vorsorge- und Reha-Maßnahmen für Eltern mit ihren Kindern oder den Reha-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche. Hier im Bild: Unterricht in der Reha-Einrichtung. Schließlich sollen die Kinder nicht den Anschluss an die Schule zu Hause verpassen. (Foto: Christin Büttner/BDPK)

Gesetzgebung vernachlässigt Fachkräfte

Neue Gesetze sollen die Situation von Fachkräften in Pflege- und Therapieberufen verbessern. Doch die Gesetzgebung hat die Beschäftigten in Reha-Einrichtungen außen vor gelassen. Sie werden im Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz nicht berücksichtigt.

Der demografische Wandel erfordert mehr Pflegekräfte. Dabei leidet die Pflegebranche schon heute unter einem massiven Fachkräftemangel. Im Wettbewerb um die besten Pflegekräfte, Therapeutinnen und Therapeuten werden die Reha-Einrichtungen verlieren, wenn die Vergütung nicht steigt.

Grundlohnsumme

Die Grundlohnsumme sind alle Löhne und Gehälter, aus denen Beiträge zur Krankenversicherung entrichtet werden. Alle Versicherungsbeiträge fließen in den Gesundheitsfonds. Aus diesem Fonds werden die Gelder an die Krankenkassen verteilt.

Wenn die Grundlohnsumme steigt, ist mehr Geld im Gesundheitsfonds. Dann fließt auch mehr Geld an die Krankenkassen.

Die Vergütung für die Reha-Einrichtungen ist zurzeit noch an diese Steigerung gekoppelt. Nur wenn die Grundlohnsumme steigt, erhalten die Reha-Einrichtungen aktuell mehr Geld. Der Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Rehabilitation und intensivpflegerischen Versorgung sieht jedoch vor, dass die Koppelung der Vergütungssatzerhöhung an die Grundlohnsumme gestrichen wird. So können überproportionale Kostensteigerungen endlich vergütet werden.

Das Vergütungssystem für die Reha-Kliniken (> siehe Stichwort „Grundlohnsumme“ oben) funktioniert nicht mehr. Reha-Einrichtungen müssen hochwertige Leistungen erbringen und im Wettbewerb um die besten Fachkräfte bestehen. Die Anforderungen an die Reha-Einrichtungen steigen stetig. Doch die Vergütungssätze entwickeln sich nicht mit. Eine Bezahlung von Beschäftigten nach Tarif lehnen die Krankenkassen mit Verweis auf die Grundlohnsummenbindung ab. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Nach einem aktuellen Entwurf sollen Vergütungen künftig auch über die Grundlohnsumme hinaus steigen können. Diese Anpassung ist dringend erforderlich!

Wir fordern eine leistungsgerechte Vergütung

Eine hochwertige Reha geht auf den Bedarf der Patientinnen und Patienten und auf ihre Reha-Ziele ein: zum Beispiel weiter selbstständig zu Hause zu leben, in den Job zurückzukehren oder eine drohende Behinderung abzuwenden.

Dafür brauchen Reha-Einrichtungen geeignete Räume, eine zeitgemäße Ausstattung – vom modernen Pflegebett bis zu computergesteuerten Therapiegeräten – und vor allem Fachkräfte aus verschiedensten Bereichen. Die Grundlage für all das ist eine leistungsgerechte Vergütung, die den hohen und weiter steigenden Anforderungen gerecht wird.

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