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Für die Reha stimmen„Sie werden nie wieder laufen.“ So lautete die Prognose, als Stefan Pfeiffer im Mai 2025 im Rollstuhl ins Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen kam. Mitte Dezember, nach insgesamt 22 Wochen intensiver neurologischer Rehabilitation, verließ der 52-jährige Lkw-Fahrer aus Holdorf die Rehaklinik auf zwei Beinen, mit Rollator, aber ohne Rollstuhl.
Am 3. März 2025 spürte Stefan Pfeiffer, dass etwas nicht stimmte. Er konnte nicht mehr richtig gehen, spürte seine Beine kaum, verlor das Gleichgewicht. „Ich habe gemerkt, es wird grenzwertig – und bin zum Arzt“, erinnert sich der Lkw-Fahrer. Eine Diagnose ließ lange auf sich warten.
Erst im September erhielt er in der Medizinischen Hochschule Hannover die seltene Diagnose Kupfermangel. Der Mangel schädigte seine Nerven. Seit Mai 2025 war Stefan Pfeiffer auf einen Rollstuhl angewiesen. Medikamente konnten den Prozess nicht stoppen. Doch aufgeben kam für ihn nicht infrage: „Ich akzeptierte das nicht! Ich habe mir gesagt: Die Challenge nehme ich an, ich werde wieder laufen!“
Im Mai begann er seine Rehabilitation im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen in Bad Essen. Die Reha hatten ihm Neurologen der Klinik in Damme verschrieben, um ihn körperlich wieder aufzubauen. Auch persönlich kam er mit einem klaren Ziel: Auf eigenen Beinen wieder nach Hause zurückzukehren. Täglich arbeitete er mit Physiotherapeut:innen an seiner Beweglichkeit, Muskelkraft und am Gleichgewicht. „Mein größtes Problem war das Gleichgewicht. Dafür musste erst einmal der gesamte Rumpf mit Medizinischer Trainingstherapie gestärkt werden“, berichtet er. Therapeut Torsten Schneider, der ihn über weite Teile seiner Reha begleitete, sagt: „Herr Pfeiffer war von Anfang an entschlossen und zielorientiert. Und er hat uns vertraut, z. B., dass er den Rollator als wichtiges Hilfsmittel zwischenzeitlich akzeptieren möge. Für viele von uns war es ein Gänsehautmoment, ihn zum ersten Mal mit dem Rollator auf dem Flur gehend zu sehen.“
Die Fortschritte kamen schrittweise und waren oft bewegend. „Ich erinnere mich besonders an den Moment unter der Dusche. Ich hatte die Augen zu, den Kopf eingeschäumt und fühlte mich plötzlich sicher. Kein Gefühl mehr, umzukippen. Ich habe sogar wieder Wassertropfen an den Beinen gespürt. Da hatte ich Tränen in den Augen.“
Neben dem Therapieteam waren es auch die Mitpatient:innen, die ihn stärkten. „Ohne diesen Support wäre ich nicht so weit gekommen. Es gab viele tiefgehende Gespräche, aber auch viel zu lachen. Das hat mir unglaublich geholfen. Ich gehe mit vielen Telefonnummern und neuen Freunden nach Hause.“
„Hier im Neurozentrum war ich keine Nummer. Ich war Mensch – und so wurde ich auch behandelt. Die Therapeut:innen haben alle Möglichkeiten mit mir ausprobiert. Und wenn ich manchmal zu ungeduldig war – sie haben mich gebremst, wenn es nötig war“, sagt Stefan Pfeiffer und lobt besonders das individuelle Eingehen auf seine Bedürfnisse. Therapeut Thorsten Schneider ergänzt: „Wir haben gemeinsam einen Plan gemacht und auch Rückschläge konstruktiv genutzt. Herr Pfeiffer hat immer weiter gemacht. Sein Weg zurück in die Mobilität ist ein echtes Vorbild für viele andere. Und wir erleben hautnah, wie wirksam unsere Arbeit hier ist.“
Nach der Reha gönnte sich Stefan Pfeiffer erstmal eine kurze Pause zu Hause, um dann im neuen Jahr mit ambulanter Physiotherapie und Fitnesstraining an seinen Rehaerfolg anzuknüpfen. Auch die nächste Reha hat er schon ins Auge gefasst. „Dann natürlich wieder in Bad Essen“, bekräftigt er. Was er anderen Rehabilitand:innen rät? „Akzeptiert die Situation und macht das Beste daraus. Zwei kleine Schritte am Tag sind ein großer Schritt nach vorn.“
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